Sonntag, 4. Oktober 2009
Erntedank
Hab viel gearbeitet heute, an diesem 4. Oktober, und nur hin und wieder einen flüchtigen Blick geworfen auf den wundervollen Sonnenschein da draußen. Nun hab ich gelesen, dass heute ja Erntedanktag ist. Dieses Fest hab ich schon als Kind sehr gemocht mit all der Üppigkeit, den bunten Früchten und Blumen. Und es gibt einiges Bunte und Herrliche, was ich dieses Jahr geerntet habe und wofür ich sehr dankbar bin: Neue Erkenntnisse, persönliche Fortschritte, wunderbare Aufträge und unerwartetes Einkommen, wichtige Begegnungen, eine große Liebe. Natürlich gab es auch schwierige Phasen, Verluste, Desillusionierung, aber wenn ich nun alles Revue passieren lasse, empfinde ich große Dankbarkeit und tiefe Freude über die reiche Ernte, dich ich einfahren konnte. Es ist ein wundervolles Leben; ich genieße diese mannigfaltige Schönheit, die Pracht, die kleinen und großen Momente des Glücks. Danke!
Samstag, 11. Juli 2009
Die Botschaft der Krake
Eine Krake hält mich fest in ihrer Umarmung. Mein Empfinden dabei ist heftiger Schmerz und eine abgrundtiefe Traurigkeit. Warum? Die liebe Schamanin, die mich betrachtet und die Krake entdeckt hat, stellt die Frage, ob die Krake eine Bedrohung oder einen Schutz für mich darstellt?
Tatsächlich ist ihre Rolle ambivalent, die Krake ist beides für mich, beantwortet sich für mich diese Frage ganz eindeutig zweideutig. Was heißt das? Ich erkenne, dass die Krake ein symbolischer Wächter ist, den ich selbst geschaffen und in Amt und Würden gesetzt habe. Dieses Wesen verkörpert eine grundlegende Vorstellung, der ich nachhänge, eine Idee, ein gedankliches Konstrukt, das mit bestimmten Gefühlen und Empfindungen verknüpft ist. Die Krake habe ich eingesetzt, um mich vor einer Erkenntnis zu schützen, die ich noch nicht hätte ertragen wollen. Aha, das klingt vielleicht etwas schräg? Jedenfalls ist das die Antwort, die aus mir heraus erklingt. Dem will ich also nachspüren.
Seit vielen Monaten schon mache ich mir Gedanken über meine Liebesbeziehungen. Mein Gefühl ist jetzt, dass hier ein Zusammenhang besteht. Seit längerer Zeit bin ich ohne Partner, verliebe mich aber ab und zu. Die dann empfundene Verliebtheit geht aber weit über das hinaus, was ich als angebracht oder angemessen empfinde. Ich beobachte das zwar gelegentlich auch bei anderen, es fühlt sich aber auch bei ihnen für mich als Beobachterin nicht “richtig” an. Was geschieht in solch einem Fall?
Bei mir handelt es sich um ein ebenso tief empfundenes, wie verborgen gehaltenes Gefühl des eigenen Minderwerts und der Abhängigkeit vom Gegenüber, vom Außen, das wird jetzt immer deutlicher. Meine geheime Vorstellung ist wohl, dass ich besser, wertvoller, nur dann ich selbst bin und mich tatsächlich selbst spüren kann, wenn ich in Verbindung mit einem anderen Menschen gehe. Zu gern verschmelze ich mit dem anderen, denn sonst bestünde - und das wird mir nun klar - die “Gefahr”, dass ich mich selbst wirklich und wahrhaftig entdecke - und wer weiß, was dann geschieht... Ganz sicher ist das eine Vorstellung, die mir Angst macht. Und hierin liegt der Grund dafür, dass ich auf einer Ebene jenseits des Tagesbewusstseins die Krake als Wächter eingesetzt habe, um mich vor einer Erkenntnis zu schützen, die mich nicht vorschnell ereilen soll, denn sie ist gewaltig und verändert mein Leben.
Also habe ich mich gern im anderen verloren, mich verschenkt, aber nicht aus dem Gefühl heraus, so viel zu sein und davon überzufließen, sondern aus Angst und als Ablenkung von meiner als mangelhaft empfundenen Vollkommenheit. Ich habe mich selbst damit getäuscht; die Männer jedoch haben in letzter Zeit öfter Lunte gerochen, manchmal unbewusst. Im Alltag war ich übrigens selbständig und unabhängig, und hab zum Ausgleich vorwiegend meine männlichen, aktiven, auch dominanten Aspekte gelebt. Die Krake hat mich im Geheimen schützend vor neuer Erkenntnis gefangen gehalten, in der Vorstellung, dass ich in mir nicht heil, nicht ganz, nicht vollkommen bin, und dass ich das Gegenüber brauche, welches meine Ergänzung sei, damit ich sicher, glücklich und erfüllt sein kann. Eine alte, alte Geschichte ist das, und es ist die Geschichte vieler Frauen und auch Männer.
Nun bin ich bereit, meine eigene Vollkommenheit wahrzunehmen, die Schatzkammer meines Innersten aufzuschließen und mein Paradies zu betreten. Vorher jedoch feiere ich eine Party mit der Riesenkrake - und wir werden es so richtig krachen lassen! Die große Traurigkeit, die ich in der Umarmung der Krake empfunden hatte, so wird mir jetzt auch klar, war nicht etwa begründet in meiner derzeitigen Situation als Alleinstehende, sondern es war die abgrundtiefe Traurigkeit meiner Seele darüber, dass ich ihr nicht zuhöre und sie immer noch nicht voll integriere und lebe.
Tatsächlich ist ihre Rolle ambivalent, die Krake ist beides für mich, beantwortet sich für mich diese Frage ganz eindeutig zweideutig. Was heißt das? Ich erkenne, dass die Krake ein symbolischer Wächter ist, den ich selbst geschaffen und in Amt und Würden gesetzt habe. Dieses Wesen verkörpert eine grundlegende Vorstellung, der ich nachhänge, eine Idee, ein gedankliches Konstrukt, das mit bestimmten Gefühlen und Empfindungen verknüpft ist. Die Krake habe ich eingesetzt, um mich vor einer Erkenntnis zu schützen, die ich noch nicht hätte ertragen wollen. Aha, das klingt vielleicht etwas schräg? Jedenfalls ist das die Antwort, die aus mir heraus erklingt. Dem will ich also nachspüren.
Seit vielen Monaten schon mache ich mir Gedanken über meine Liebesbeziehungen. Mein Gefühl ist jetzt, dass hier ein Zusammenhang besteht. Seit längerer Zeit bin ich ohne Partner, verliebe mich aber ab und zu. Die dann empfundene Verliebtheit geht aber weit über das hinaus, was ich als angebracht oder angemessen empfinde. Ich beobachte das zwar gelegentlich auch bei anderen, es fühlt sich aber auch bei ihnen für mich als Beobachterin nicht “richtig” an. Was geschieht in solch einem Fall?
Bei mir handelt es sich um ein ebenso tief empfundenes, wie verborgen gehaltenes Gefühl des eigenen Minderwerts und der Abhängigkeit vom Gegenüber, vom Außen, das wird jetzt immer deutlicher. Meine geheime Vorstellung ist wohl, dass ich besser, wertvoller, nur dann ich selbst bin und mich tatsächlich selbst spüren kann, wenn ich in Verbindung mit einem anderen Menschen gehe. Zu gern verschmelze ich mit dem anderen, denn sonst bestünde - und das wird mir nun klar - die “Gefahr”, dass ich mich selbst wirklich und wahrhaftig entdecke - und wer weiß, was dann geschieht... Ganz sicher ist das eine Vorstellung, die mir Angst macht. Und hierin liegt der Grund dafür, dass ich auf einer Ebene jenseits des Tagesbewusstseins die Krake als Wächter eingesetzt habe, um mich vor einer Erkenntnis zu schützen, die mich nicht vorschnell ereilen soll, denn sie ist gewaltig und verändert mein Leben.
Also habe ich mich gern im anderen verloren, mich verschenkt, aber nicht aus dem Gefühl heraus, so viel zu sein und davon überzufließen, sondern aus Angst und als Ablenkung von meiner als mangelhaft empfundenen Vollkommenheit. Ich habe mich selbst damit getäuscht; die Männer jedoch haben in letzter Zeit öfter Lunte gerochen, manchmal unbewusst. Im Alltag war ich übrigens selbständig und unabhängig, und hab zum Ausgleich vorwiegend meine männlichen, aktiven, auch dominanten Aspekte gelebt. Die Krake hat mich im Geheimen schützend vor neuer Erkenntnis gefangen gehalten, in der Vorstellung, dass ich in mir nicht heil, nicht ganz, nicht vollkommen bin, und dass ich das Gegenüber brauche, welches meine Ergänzung sei, damit ich sicher, glücklich und erfüllt sein kann. Eine alte, alte Geschichte ist das, und es ist die Geschichte vieler Frauen und auch Männer.
Nun bin ich bereit, meine eigene Vollkommenheit wahrzunehmen, die Schatzkammer meines Innersten aufzuschließen und mein Paradies zu betreten. Vorher jedoch feiere ich eine Party mit der Riesenkrake - und wir werden es so richtig krachen lassen! Die große Traurigkeit, die ich in der Umarmung der Krake empfunden hatte, so wird mir jetzt auch klar, war nicht etwa begründet in meiner derzeitigen Situation als Alleinstehende, sondern es war die abgrundtiefe Traurigkeit meiner Seele darüber, dass ich ihr nicht zuhöre und sie immer noch nicht voll integriere und lebe.
Dienstag, 7. Juli 2009
Zustandsbericht vom 6.7.09
Bei mir ist Land unter, persönliche Glaubensmuster, Handlungsstandards und Ängste werden vom bayerischen Dauerregen freigespült, eingeweicht oder gleich ertränkt.
Alles ist anders, Schluss mit der endlosen Wiederholung des ewig Gleichen - das gilt definitiv in meiner Welt. Punkt 0. Sehr schmerzhaft, zugleich tröstlich und sehr spannend.
Alles ist anders, Schluss mit der endlosen Wiederholung des ewig Gleichen - das gilt definitiv in meiner Welt. Punkt 0. Sehr schmerzhaft, zugleich tröstlich und sehr spannend.
Freitag, 3. Juli 2009
Integration eines Aspekts – Beispiel
Mein Traum: Ich bin unterwegs in dieser Welt, dargestellt als ein Hotel, in dem ich lebe. Täglich habe ich viele Begegnungen mit Menschen. Mein ständiger Begleiter in diesem Leben ist ein Frettchen, diese Marderart, mit sehr scharfen, spitzen Zähnen, das äußerst wendig und flink ist. Mein Frettchen ist ausgesprochen bissig und wenn ich im Gespräch mit anderen bin, beißt es oft zu und verletzt den anderen. Das macht mir zu schaffen und ich versuche, es zu verhindern. Irgendwie klappt das nicht. Alle Versuche, das Frettchen im Zimmer einzusperren scheitern. Also binde ich dem Frettchen das Maul zu, bevor wir uns nach draußen bewegen. Doch die Bandage hält nicht. Dann beschließe ich, das Frettchen auszusetzen und werfe es irgendwo ins Gebüsch. Aus der Ferne muss ich mit ansehen, wie es nun unschuldige kleine Tierchen frisst. Nein, ich kann dieses bösartige Raubtier nicht einfach auf die Welt loslassen und nehme es wieder an mich.
Nun frage ich im Geiste meine Lehrerin, was ich tun kann, denn ich will dem Leid, welches das Frettchen verursacht, ein Ende setzen. Sie sagt – natürlich, denn das ist unsere Methode – ich könne es doch einfach durch mein Atmen erlösen. Mir ist klar geworden, dass es sich um einen Aspekt meiner selbst handelt, einen ungeliebten, verstoßenen Anteil, der nur erlöst werden kann, indem ich ihn in mein Herz atme.
Doch wie kann ich dieses kleine bissige Ungeheuer in mein Herz einladen? Es beißt auch mich und fügt mir stechende Schmerzen zu. Nun gut, das ist der Weg, ich weiß es ja. Ich nehme all meinen Mut zusammen und beginne tief zu atmen, während ich das Frettchen betrachte. Das Atmen ist schwierig und es schmerzt. Doch ich mache weiter, denn ich will das hier ein für alle Male hinter mich bringen. Auf einmal sehe ich, wie das Frettchen seine Gestalt verändert: Das Fell verschwindet, das Maul mit den spitzen Zähnen verliert seine Konturen. Ich atme weiter, Tränen laufen mir über das Gesicht. Der Körper des Tieres – es ist kein Frettchen mehr – wird glatt und weich, der Kopf rund und ein paar große, kindliche Augen schauen mich an. Ein Monster ist das hier nun nicht mehr. Ich atme weiter. Wir betrachten uns gegenseitig. Fast sieht das Wesen nun aus wie ein Seehund-Baby, ein Heuler. Und es ruft nach mir, hat Angst zu verhungern, allein gelassen zu werden.
Ich erkenne nun die Natur dieses Wesens. Es ist, wie alle meine Aspekte, mein Kind, mein Geschöpf. Und ich hatte es verstoßen, zumindest ignoriert, über lange Zeit. So hat es sich zum Monster entwickelt, denn jeder Aspekt fordert irgendwann sein Recht, gesehen zu werden. Wenn die Zeit reif ist, und wenn wir reif sind, findet die Konfrontation statt. Bei mir ist das nun, hervor geholt durch einige Geschehnisse im Außen, im Traum geschehen. Sonst hätte das vielleicht in der Meditation stattgefunden, auch in einer Rückführung wäre das gezielt möglich gewesen. Meine Seele führt mich, immer, wenn ich bereit bin, und das ist bei uns allen so.
Dieses Seehund-Baby kann ich nun in mein Herz einlassen. Dieses Wesen kann ich in den Arm nehmen, ihm die Liebe schenken, die ihm gebührt. Ich erkenne, dass sich hinter dieser Maske des bösen verletzenden, kleinen Ungeheuers ein Anteil verborgen hatte, den ich nicht geliebt hatte, sondern den ich versucht hatte zu verbergen oder loszuwerden. Das funktioniert nie mit den Aspekten, das weiß ich schon lange, und doch hab ich es wieder versucht, denn ich hatte Angst.
Nachdem so eine Integration vollzogen ist, gönne ich mir Ruhe, schenke mir selbst Anerkennung, denn es ist etwas Großes geschehen, eine Erlösung. Ich bin wieder ein Stück freier und bewusster geworden und ich genieße den Frieden, der sich ausbreitet.
Anmerkung: Dieser Frettchen-Aspekt hat sich für die anderen gar nicht bösartig dargestellt, war aber manipulativ. Ich will die Darstellung hier nicht zu kompliziert machen, sondern vielmehr den Mechanismus der Integration veranschaulichen. Wer wissen möchte, um welchen Aspekt es sich in diesem Fall handelte, spreche mich gerne an.
Nun frage ich im Geiste meine Lehrerin, was ich tun kann, denn ich will dem Leid, welches das Frettchen verursacht, ein Ende setzen. Sie sagt – natürlich, denn das ist unsere Methode – ich könne es doch einfach durch mein Atmen erlösen. Mir ist klar geworden, dass es sich um einen Aspekt meiner selbst handelt, einen ungeliebten, verstoßenen Anteil, der nur erlöst werden kann, indem ich ihn in mein Herz atme.
Doch wie kann ich dieses kleine bissige Ungeheuer in mein Herz einladen? Es beißt auch mich und fügt mir stechende Schmerzen zu. Nun gut, das ist der Weg, ich weiß es ja. Ich nehme all meinen Mut zusammen und beginne tief zu atmen, während ich das Frettchen betrachte. Das Atmen ist schwierig und es schmerzt. Doch ich mache weiter, denn ich will das hier ein für alle Male hinter mich bringen. Auf einmal sehe ich, wie das Frettchen seine Gestalt verändert: Das Fell verschwindet, das Maul mit den spitzen Zähnen verliert seine Konturen. Ich atme weiter, Tränen laufen mir über das Gesicht. Der Körper des Tieres – es ist kein Frettchen mehr – wird glatt und weich, der Kopf rund und ein paar große, kindliche Augen schauen mich an. Ein Monster ist das hier nun nicht mehr. Ich atme weiter. Wir betrachten uns gegenseitig. Fast sieht das Wesen nun aus wie ein Seehund-Baby, ein Heuler. Und es ruft nach mir, hat Angst zu verhungern, allein gelassen zu werden.
Ich erkenne nun die Natur dieses Wesens. Es ist, wie alle meine Aspekte, mein Kind, mein Geschöpf. Und ich hatte es verstoßen, zumindest ignoriert, über lange Zeit. So hat es sich zum Monster entwickelt, denn jeder Aspekt fordert irgendwann sein Recht, gesehen zu werden. Wenn die Zeit reif ist, und wenn wir reif sind, findet die Konfrontation statt. Bei mir ist das nun, hervor geholt durch einige Geschehnisse im Außen, im Traum geschehen. Sonst hätte das vielleicht in der Meditation stattgefunden, auch in einer Rückführung wäre das gezielt möglich gewesen. Meine Seele führt mich, immer, wenn ich bereit bin, und das ist bei uns allen so.
Dieses Seehund-Baby kann ich nun in mein Herz einlassen. Dieses Wesen kann ich in den Arm nehmen, ihm die Liebe schenken, die ihm gebührt. Ich erkenne, dass sich hinter dieser Maske des bösen verletzenden, kleinen Ungeheuers ein Anteil verborgen hatte, den ich nicht geliebt hatte, sondern den ich versucht hatte zu verbergen oder loszuwerden. Das funktioniert nie mit den Aspekten, das weiß ich schon lange, und doch hab ich es wieder versucht, denn ich hatte Angst.
Nachdem so eine Integration vollzogen ist, gönne ich mir Ruhe, schenke mir selbst Anerkennung, denn es ist etwas Großes geschehen, eine Erlösung. Ich bin wieder ein Stück freier und bewusster geworden und ich genieße den Frieden, der sich ausbreitet.
Anmerkung: Dieser Frettchen-Aspekt hat sich für die anderen gar nicht bösartig dargestellt, war aber manipulativ. Ich will die Darstellung hier nicht zu kompliziert machen, sondern vielmehr den Mechanismus der Integration veranschaulichen. Wer wissen möchte, um welchen Aspekt es sich in diesem Fall handelte, spreche mich gerne an.
Dienstag, 30. Juni 2009
Neuigkeit
Nach einem wundervollen Nachmittag der Freude, der Liebe und der vollkommenen Harmonie mit Herzensfreunden hatte ich in der Nacht überraschend Besuch: Ganesha, der indische Elefanten-Gott, hat sich gezeigt. Er war ganz aufgeregt und hat mir begeistert Neuigkeiten angekündigt. Er war sehr fröhlich und verspielt und hat mit seinem Rüssel allerlei Verrenkungen gemacht. Es waren auch noch andere Gratulanten da, die sich ebenfalls sehr gefreut haben.
Für mich bedeutet Ganeshas Besuch: Neuanfang, vielleicht ein neues Projekt, und es schien sich außerdem um etwas ganz Grundsätzliches und sehr Wichtiges zu handeln. Ganesha wird im Hinduismus am Anfang einer Zeremonie, neuer Projekte, Firmen, Unternehmungen, Veränderungen u.ä. angerufen. Er bietet Schutz und verhilft zu gutem Gelingen. So hab ich das auf einer Reise in Indien gelernt.
Am nächsten Tag hatte ich dann das Gefühl, dass sich etwas Grundlegendes verändert hat. In der Meditation war Ganesha wieder da und hat noch einmal bekräftigt, wie überaus wichtig und schön dieses Neue ist. Was genau er meint, ist mir noch nicht völlig klar, aber ich fühle mich auf eine neue Art sicher und bereit, etwas Neues zu wagen und alles mögliche Alte über den Haufen zu werfen. Ich spüre und weiß, dass für mich etwas begonnen hat, was sich nicht zurückdrehen lässt, dass es großartig und das einzig Richtige ist und das, wonach ich mich gesehnt habe. Ich hab darüber absolute Gewissheit. Es kommt nicht auf einen Schlag, sondern ist dabei, sich langsam nach und nach zu entfalten. Ich bin so gespannt...
Für mich bedeutet Ganeshas Besuch: Neuanfang, vielleicht ein neues Projekt, und es schien sich außerdem um etwas ganz Grundsätzliches und sehr Wichtiges zu handeln. Ganesha wird im Hinduismus am Anfang einer Zeremonie, neuer Projekte, Firmen, Unternehmungen, Veränderungen u.ä. angerufen. Er bietet Schutz und verhilft zu gutem Gelingen. So hab ich das auf einer Reise in Indien gelernt.
Am nächsten Tag hatte ich dann das Gefühl, dass sich etwas Grundlegendes verändert hat. In der Meditation war Ganesha wieder da und hat noch einmal bekräftigt, wie überaus wichtig und schön dieses Neue ist. Was genau er meint, ist mir noch nicht völlig klar, aber ich fühle mich auf eine neue Art sicher und bereit, etwas Neues zu wagen und alles mögliche Alte über den Haufen zu werfen. Ich spüre und weiß, dass für mich etwas begonnen hat, was sich nicht zurückdrehen lässt, dass es großartig und das einzig Richtige ist und das, wonach ich mich gesehnt habe. Ich hab darüber absolute Gewissheit. Es kommt nicht auf einen Schlag, sondern ist dabei, sich langsam nach und nach zu entfalten. Ich bin so gespannt...
Donnerstag, 25. Juni 2009
Selbst-Vertrauen
Hallo, ist da noch jemand, der zur Zeit mit Unwägbarkeiten konfrontiert ist, der sich fragt, wie es wohl demnächst ausschaut auf dem Konto und im persönlichen Leben? Ich spüre, wie in mir die Besorgnis wächst.
Weder bin ich arbeitslos, noch kurzarbeitend, aber in meiner Situation frage ich mich, ob ich vollkommen darauf vertraue, dass ich nach meiner Scheidung selbst imstande bin, für mein Einkommen zu sorgen? Vertraue ich darauf, dass mein Portemonnaie gut gefüllt sein wird, obwohl sich andeutet, dass mein Angestelltengehalt, also der derzeit größte Teil meiner Einnahmen, in ein paar Monaten geringer ausfallen könnte? Tatsächlich hab ich mehr Angst als Vertrauen.
Ich betrachte mein Leben, wie es bisher war, und wie es um mein Vertrauen in mich selbst bestellt ist. Das sieht nicht allzu rosig aus: Ich erinnere mich vor allem daran, kritisiert worden zu sein, nicht genügt zu haben, und mich selbst klein gemacht zu haben. Den Namen “Klein” hab ich sogar geheiratet! Das, was mich in den schwierigsten Phasen immer irgendwie hat durchhalten lassen, war nicht das Vertrauen in mich selbst.
Mittlerweile weiß ich, dass ich nicht getrennt bin von einer Höheren Macht, der ich ausgeliefert bin, sondern dass ich selbst verantwortlich bin für alles, was sich zugetragen hat, auch wenn das unbewusst geschehen ist und außerhalb meines menschlichen Bewusstseins lag. Nun gilt es, die Entscheidung zu treffen, meine Verantwortung ganz bewusst zu übernehmen, für alles, ohne Wenn und Aber. Ich weiß, dass ich mich nicht im Stich lasse, dass ich für mich sorgen werde, denn ich liebe mich ja so sehr! Dessen bin ich mir mittlerweile sicher. Ich bin weder der Spielball anderer Menschen, noch der eines ungewissen Schicksals, sondern ich hab es in der Hand, wie mein Leben verläuft.

Fest steht schon lange, dass ich mich für die Liebe, für das Licht, entschieden habe und dass mein Leben dahin geht, mehr und mehr davon in meinem Leben zuzulassen. Dann hab ich irgendwann erkannt, dass auch die andere Seite der Medaille ihre Wichtigkeit und Berechtigung hat und dass sie Bedingung für mein Erkennen war. Nun will ich mir endlich blind vertrauen und mache es zu meinem Standpunkt, dass ich immer und in jedem Fall das Richtige und das Beste für mich und das großen Ganze erschaffe und erlebe, wenn ich im Kontakt mit mir selbst bin, auf mein Herz und meine innere Stimme höre - auch wenn ich aus meiner Perspektive nicht unbedingt gleich erkennen kann, dass es das Beste ist.
Ich weiß, dass ich ständig Entscheidungen treffe und dass ich jederzeit die eingeschlagene Richtung wechseln kann. Ich weiß, dass Entwicklungen nicht linear verlaufen müssen, d.h., dass nicht die alten Erfahrungen mein Leben bestimmen müssen, sondern dass ich jetzt und hier völlig neue, andere Erfahrungen machen kann, die dem bisher Erlernten widersprechen. Ich deinstalliere die alten Programme, die immer noch im Hintergrund liefen und verlasse das Hamsterrad, jawohl!
Tobias hat im Juni davon gesprochen, dass der Grund für unsere Selbstsabotage häufig unsere Angst vor der Vollendung ist. Eine Angst, dass da womöglich nichts mehr ist, nichts mehr bleibt, wenn wir “es” (was auch immer) erreicht haben, denn dann kommt das Unbekannte. Dann werden wir wirklich bewusst zum Schöpfer unserer Realität, Ausreden und Ausflüchte gelten nicht mehr. Dann betreten wir Neuland. Er macht uns Mut, indem er sagt, jegliche Entwicklung ist kein Kreis, der unendlich in sich weiterläuft, sondern eine Spirale, die kein Ende hat und sich weiter schraubt in immer neue Höhen.
Für mich heißt es jetzt, einen Gang zurückzuschalten, bewusst zu sein, mich wahrzunehmen und wertzuschätzen, und auf meine Selbstliebe zu bauen. Ich vertraue mir bedingungslos, beschreite und erforsche mit Freude die neuen Wege, die sich auftun. Und in diesem Bewusstsein lasse ich in meinen schwachen Momenten meine Schwäche zu und nehme mich verständnisvoll und voller Liebe in den Arm.
Weder bin ich arbeitslos, noch kurzarbeitend, aber in meiner Situation frage ich mich, ob ich vollkommen darauf vertraue, dass ich nach meiner Scheidung selbst imstande bin, für mein Einkommen zu sorgen? Vertraue ich darauf, dass mein Portemonnaie gut gefüllt sein wird, obwohl sich andeutet, dass mein Angestelltengehalt, also der derzeit größte Teil meiner Einnahmen, in ein paar Monaten geringer ausfallen könnte? Tatsächlich hab ich mehr Angst als Vertrauen.
Ich betrachte mein Leben, wie es bisher war, und wie es um mein Vertrauen in mich selbst bestellt ist. Das sieht nicht allzu rosig aus: Ich erinnere mich vor allem daran, kritisiert worden zu sein, nicht genügt zu haben, und mich selbst klein gemacht zu haben. Den Namen “Klein” hab ich sogar geheiratet! Das, was mich in den schwierigsten Phasen immer irgendwie hat durchhalten lassen, war nicht das Vertrauen in mich selbst.
Mittlerweile weiß ich, dass ich nicht getrennt bin von einer Höheren Macht, der ich ausgeliefert bin, sondern dass ich selbst verantwortlich bin für alles, was sich zugetragen hat, auch wenn das unbewusst geschehen ist und außerhalb meines menschlichen Bewusstseins lag. Nun gilt es, die Entscheidung zu treffen, meine Verantwortung ganz bewusst zu übernehmen, für alles, ohne Wenn und Aber. Ich weiß, dass ich mich nicht im Stich lasse, dass ich für mich sorgen werde, denn ich liebe mich ja so sehr! Dessen bin ich mir mittlerweile sicher. Ich bin weder der Spielball anderer Menschen, noch der eines ungewissen Schicksals, sondern ich hab es in der Hand, wie mein Leben verläuft.
Fest steht schon lange, dass ich mich für die Liebe, für das Licht, entschieden habe und dass mein Leben dahin geht, mehr und mehr davon in meinem Leben zuzulassen. Dann hab ich irgendwann erkannt, dass auch die andere Seite der Medaille ihre Wichtigkeit und Berechtigung hat und dass sie Bedingung für mein Erkennen war. Nun will ich mir endlich blind vertrauen und mache es zu meinem Standpunkt, dass ich immer und in jedem Fall das Richtige und das Beste für mich und das großen Ganze erschaffe und erlebe, wenn ich im Kontakt mit mir selbst bin, auf mein Herz und meine innere Stimme höre - auch wenn ich aus meiner Perspektive nicht unbedingt gleich erkennen kann, dass es das Beste ist.
Ich weiß, dass ich ständig Entscheidungen treffe und dass ich jederzeit die eingeschlagene Richtung wechseln kann. Ich weiß, dass Entwicklungen nicht linear verlaufen müssen, d.h., dass nicht die alten Erfahrungen mein Leben bestimmen müssen, sondern dass ich jetzt und hier völlig neue, andere Erfahrungen machen kann, die dem bisher Erlernten widersprechen. Ich deinstalliere die alten Programme, die immer noch im Hintergrund liefen und verlasse das Hamsterrad, jawohl!
Tobias hat im Juni davon gesprochen, dass der Grund für unsere Selbstsabotage häufig unsere Angst vor der Vollendung ist. Eine Angst, dass da womöglich nichts mehr ist, nichts mehr bleibt, wenn wir “es” (was auch immer) erreicht haben, denn dann kommt das Unbekannte. Dann werden wir wirklich bewusst zum Schöpfer unserer Realität, Ausreden und Ausflüchte gelten nicht mehr. Dann betreten wir Neuland. Er macht uns Mut, indem er sagt, jegliche Entwicklung ist kein Kreis, der unendlich in sich weiterläuft, sondern eine Spirale, die kein Ende hat und sich weiter schraubt in immer neue Höhen.
Für mich heißt es jetzt, einen Gang zurückzuschalten, bewusst zu sein, mich wahrzunehmen und wertzuschätzen, und auf meine Selbstliebe zu bauen. Ich vertraue mir bedingungslos, beschreite und erforsche mit Freude die neuen Wege, die sich auftun. Und in diesem Bewusstsein lasse ich in meinen schwachen Momenten meine Schwäche zu und nehme mich verständnisvoll und voller Liebe in den Arm.
Samstag, 20. Juni 2009
Schwäche zeigen
Es geht ans Eingemachte! Unangenehm ist das, vor mir selbst und erst recht vor anderen. Jemand wie ich, eine Frau, die „ihren Mann steht“, allein erziehend alles managt, was so anliegt, vom Brot Erwerb über das Lampen Anbringen und die Kleinreparaturen bis zu den Finanzentscheidungen inklusive dem Bürokram. Die üblichen weiblichen Domänen in Haus und Küche beherrsche ich sowieso. Naja, nun stehe ich hier und fühle mich schwach, allein, hilflos, mag nicht mehr, kann nicht mehr. Was ist eigentlich los?
Es kostet mich gewaltige Überwindung, es zuzugeben, aber ich fühle mich schwach. Zwar läuft und funktioniert im Außen alles, aber meine unausgeglichene, vorherrschend maskuline Lebensweise will mir nicht mehr passen, zwickt und zwackt mich an allen Enden. Worte und Ideen wie Hingabe, Passivität, Zulassen, Annehmen und auch Es-gut-sein-lassen tauchen auf. Anstatt das nach männlicher Manier mit mir selbst auszumachen, will ich meine Situation offen beschreiben, denn rings um mich herum beobachte und erfahre ich, dass es Frauen und Männern ähnlich ergeht, dass auch nicht jeder so glimpflich davon kommt, sondern der eine oder andere bereits auf der Nase gelandet ist.
Bisher hab ich immer auf meine Stärke, Tatkraft, Durchsetzungsfähigkeit und Arbeit gebaut, hab die erkämfte Freiheit geliebt und nun will sich in mir eine kaum je gekannte Schwäche zeigen, wächst zunehmend mein Bedürfnis nach Weichheit, Sanftheit, nach Weiblichkeit mit all ihren Attributen. Mit meiner Neigung zu bevormunden und zu kontrollieren, der Kehrseite der Medaille also, hatte ich mich lange auseinandergesetzt und habe sie, zusammen mit ähnlichen Eigenschaften, größtenteils integriert. Nun kommt hier wieder ein dicker Brocken auf mich zu. Begleitet wird der von einer immensen Angst und angeschoben wird alles von einer großen Dringlichkeit.
Seitdem ich meine Selbstliebe pflege und mitfühlend auch mit mir selbst bin, habe ich begonnen, meine verschüttete Weiblichkeit auszugraben - sie hat mir so sehr gefehlt. Immer noch spüre ich diesen selbst erschaffenen Panzer um mich herum, doch jetzt behindert er mich, ist zum Ballast geworden, anstatt mich zu schützen. Mein Körper offenbart sehr deutlich die Weichheit, die ich selbst nicht leben wollte. Ab sofort vertraue ich meinen Gefühlen und lausche meiner inneren Stimme, gleichzeitig bin ich nachsichtig mit mir, wenn’s nicht so klappen mag. Nun schaue ich meiner Angst, schwach zu sein und etwas möglicherweise „nicht zu schaffen“ ins Auge und sehe schon, dass sie beginnt, dahin zu schmelzen. Dass ich stark bin, habe ich bewiesen. Nun will ich endlich auch meine Schwäche leben.
Es kostet mich gewaltige Überwindung, es zuzugeben, aber ich fühle mich schwach. Zwar läuft und funktioniert im Außen alles, aber meine unausgeglichene, vorherrschend maskuline Lebensweise will mir nicht mehr passen, zwickt und zwackt mich an allen Enden. Worte und Ideen wie Hingabe, Passivität, Zulassen, Annehmen und auch Es-gut-sein-lassen tauchen auf. Anstatt das nach männlicher Manier mit mir selbst auszumachen, will ich meine Situation offen beschreiben, denn rings um mich herum beobachte und erfahre ich, dass es Frauen und Männern ähnlich ergeht, dass auch nicht jeder so glimpflich davon kommt, sondern der eine oder andere bereits auf der Nase gelandet ist.
Bisher hab ich immer auf meine Stärke, Tatkraft, Durchsetzungsfähigkeit und Arbeit gebaut, hab die erkämfte Freiheit geliebt und nun will sich in mir eine kaum je gekannte Schwäche zeigen, wächst zunehmend mein Bedürfnis nach Weichheit, Sanftheit, nach Weiblichkeit mit all ihren Attributen. Mit meiner Neigung zu bevormunden und zu kontrollieren, der Kehrseite der Medaille also, hatte ich mich lange auseinandergesetzt und habe sie, zusammen mit ähnlichen Eigenschaften, größtenteils integriert. Nun kommt hier wieder ein dicker Brocken auf mich zu. Begleitet wird der von einer immensen Angst und angeschoben wird alles von einer großen Dringlichkeit.
Seitdem ich meine Selbstliebe pflege und mitfühlend auch mit mir selbst bin, habe ich begonnen, meine verschüttete Weiblichkeit auszugraben - sie hat mir so sehr gefehlt. Immer noch spüre ich diesen selbst erschaffenen Panzer um mich herum, doch jetzt behindert er mich, ist zum Ballast geworden, anstatt mich zu schützen. Mein Körper offenbart sehr deutlich die Weichheit, die ich selbst nicht leben wollte. Ab sofort vertraue ich meinen Gefühlen und lausche meiner inneren Stimme, gleichzeitig bin ich nachsichtig mit mir, wenn’s nicht so klappen mag. Nun schaue ich meiner Angst, schwach zu sein und etwas möglicherweise „nicht zu schaffen“ ins Auge und sehe schon, dass sie beginnt, dahin zu schmelzen. Dass ich stark bin, habe ich bewiesen. Nun will ich endlich auch meine Schwäche leben.
Abonnieren
Posts (Atom)