Freitag, 6. Juni 2008

Die Venus und die Liebe

Am 8. Juni 2008 um 6.18h wird aus unserer Perspektive die Venus hinter der Sonne verschwinden, um erst am 10.6. um 3.04h wieder aufzutauchen. Wir befinden uns auf halber Strecke der irdischen Neuorientierung in Richtung Liebe und Mitgefühl, wie im folgenden Textauszug erklärt wird.

„Venus, der Planet eures Sonnensystems, ist eine archetypische Darstellung einer universellen Göttin, die von vielen erleuchteten und strahlenden Wesen Ishkea genannt wird. Ishkea ist zuallererst die nährende Göttin. Sie ist die nie versiegende Quelle der Fürsorge und des niemals erlöschenden Mitgefühls, die ohne Unterlass aus dem Universellen Herzen fließen. Ishkea ist grenzenlos. Sie ist die gewaltige Ausdehnung des Absoluten, durch das Feuer in die Form einer leidenschaftlichen Umarmung gebracht, die absolut alles nährt, ohne je im geringsten Bedenken zu haben und zu zögern.

Als Ishkeas Tochter Venus am 8. Juni 2004 über das Gesicht unserer Sonne wanderte, wurden ihre Qualitäten des Mitgefühl und des Nährens mit einer kosmischen Umarmung unauslöschbar und für immer in die Atmosphäre der Erde eingebrannt. Ein Zurück gibt es seitdem nicht mehr. Am 6. Juni 2012 wird der zweite Venus-Transit stattfinden. Dann werden Ishkea und ihre Tochter Venus mit einem leidenschaftlichen Kuss auf die Augenbraue der Erde die Bestimmung der Menschheit zum Mitgefühl besiegeln. Der Zeitraum von 8 Jahren zwischen den beiden Venus-Transiten ist die Zeit, Ishkeas Geschenk anzunehmen.“
(Quelle: http://www.spiritheart.org, Übersetzung: I.M. Klein)

Diese Zeit, in der sich die Venus zurückzieht und so für mich ein neutraler Raum entsteht, kann ich dazu nutzen, all meine Erfahrungen und Programmierungen die Liebe betreffend zu mir zurückzurufen und vollständig zu integrieren. Das geschieht während meiner Konzentration und allein durch meine Absicht und erfolgt dadurch, dass ich diese Aspekte einlade. Es ist nicht erforderlich – oder möglich -, hier den Verstand einzusetzen, das Erinnerungsvermögen zu strapazieren. Das, was über das Bewusstsein hereinkommen möchte in Form von Begegnungen oder Erinnerungen, ist willkommen. Doch auch Unbewusstes reiht sich mühelos ein, wenn das meine Absicht ist. Wenn ich diese Aspekte in mich aufgenommen habe, eingeatmet habe in mein Sein im Hier und Jetzt, geschieht das Wunder, dass sie sich transformieren und verwandeln.

Mit dem Wiederauftauchen der Venus kann nun am 10. Juni meine Neugeburt in Sachen Liebe geschehen. Ich habe mich befreit vom Alten und kann neu durchstarten. Ist das nicht großartig?

Sonntag, 4. Mai 2008

Das weibliche Prinzip

Geliebte Göttin, große Mutter,

+ wo ist der Anfang? Ich kann nicht wirklich verstehen, dass der Schöpfer, die Quelle, in sich ruhte, bis es ihm zu langweilig wurde und er deshalb aus einem Impuls heraus schöpferisch wurde, diese Allegorie, die uns so oder ähnlich gern erzählt wird.

* Das ist auch nicht genau so. Es gibt keinen Anfang. Die Quelle war und ist immer im Ruhezustand. Die Quelle ist das Leben selbst und war und ist auch immer in Bewegung. Gestern haben wir sie als „Ursuppe“ bezeichnet. Sie ist ein Ozean aller möglichen und unmöglichen Potentiale.

+ Ist es dann Zufall, dass etwas erschaffen wurde oder gibt es eine Intention, eine Absicht dahinter?

* Es gibt Zufall und es gibt Intention. Die Wirklichkeit ist nicht das „entweder/oder“, das der Mensch kennt. Und da der Mensch als Geschöpf und Abbild des Schöpfers selbst die Gabe erhalten hat, schöpferisch zu sein, erschafft sich die Schöpfung ständig weiter und neu. Es ist wie ein gigantisches Spiel, oder ein Traum. Die Dimension oder Form, die jetzt hier spricht, hat sich aus der Einheit heraus weit ausgedehnt, denn sonst spräche ich jetzt nicht

+ Wie kannst du mit dem Leben spielen, mit dem Großartigsten, was ist?

* Leben ist Spiel, ist Bewegung, Entwicklung, Veränderung. Das Großartigste, was ist, kannst du nicht einrahmen und ins Museum hängen, damit es besser zu betrachten ist. Du kannst es nicht fixieren oder festhalten, nicht einmal wirklich definieren, denn es ändert sich von Moment zu Moment und ist die unendliche Vielfalt. Das ist sein Wesen, die Bewegung.

+ Warum heißt es immer, dass die Frau, die Mater, das Feste, Unbewegliche, Dunkle ist? Das finde ich nicht logisch, weil sie doch Leben schenkt, aber alle Religionen und Philosophien, die ich kenne, sagen das.

* Hm, bist du bereit, die Antwort zu hören? Die Schöpferin, die Quelle, ich, die große Mutter oder die Ursuppe, habe die Unterscheidung zwischen Männlich und Weiblich geschaffen. Ich bin die Vielheit, weiblich und männlich und neutral und nicht-neutral und androgyn, bin das alles und bin es nicht. Mein männliches Prinzip ist Stabilität, Festigkeit, Ordnung, Ich habe diese Prinzipien aus meiner Weiblichkeit heraus erschaffen und in der Welt und in jedem Menschen wirken sowohl das schöpferisch weibliche, chaotische als auch das stabilisiernde, unterstützende männliche Prinzip. Und so ist alles perfekt.

Samstag, 3. Mai 2008

Vollkommenheit

Geliebte Göttin, große Mutter,

+ ich möchte dich zum Ausdruck bringen!

* Aber das tust du ja. All die Zweifel, das Hin- und Her-Bewegen, die Unentschlossenheit, der Zorn, die Ungeduld, die Gebundenheit, genauso wie die Freude, die Liebe, die Großzügigkeit, die Freiheit, all das bin ich.

Werte nicht mehr. Du versuchst, perfekt zu werden, willst makellos sein, vollkommen wie die Göttin. Und ja, ich bin vollkommen, denn ich bin alles. Ich bin auch das, was du nicht magst, das Hässliche, der Schmerz, die Angst. Ich bin all das in Vollendung.

Höre auf, nach Vollendung zu streben. Liebe mich, nimm mich an in meiner Vollkommenheit, in allem, was ich bin, nicht nur in Auszügen. Du suchst dir nur ein paar Häppchen heraus, ein paar Aspekte, die dir gefallen, die du verehren und sein willst, doch die Vollkommenheit ist die Vielheit.

+ Aber ich kann doch nicht das Schlechte, das Hässliche, das Böse gut heißen.

* Keineswegs schlage ich das vor. Es gibt immer den Ausgleich. Es gibt nicht das eine ohne das andere in der Welt. Es gibt immer die Entsprechung des anderen Pols. Auch dies spiegelt meine Vollkommenheit wider.

+ Das kann ich nicht, Verbrechen, Missbrauch tolerieren. Warum lässt du dich in uns missbrauchen, misshandeln? Warum gibst du dich her für solche Dinge?

* Ich bin, ebenso wie ich die Liebe, das Licht bin, auch die Angst, das Dunkel. Menschen in weiblichen Körpern haben gemetzelt, erniedrigt, und Menschen in männlichen Körpern haben das getan. Wenngleich sich seit langer Zeit hier die Männer hervortun - sieh hin, schau die grausamen Mütter an, die ihre Kinder missachten, sie verhungern lassen, sie treten und schlagen, sie vernachlässigen.

+ Ich sag ja nicht, dass die Männer die Bösen sind. Aber wie kannst du, die Schöpferin des Lebens, böse und schlecht sein? Ich möchte das Kind einer Göttin sein, die Licht und Liebe ist.

* Es ist gleichwertig, böse und gut, auch wenn das schwer zu begreifen ist und eurer Ethik zunächst zu widersprechen scheint. Sichtbar ist „gut“ und „böse“ nur in einer polaren Welt, und diese Welt kann nur dadurch existieren, dass sie beide Pole ist, sonst wäre keine Unterscheidung möglich. Dieser Weg der Erkenntnis von „gut“ und „böse“ ist der Weg in die Liebe, in die Wahrheit, in die Einheit. Erkenntnis bedarf der Unterscheidung. Deshalb ist es wichtig, dass ihr erkennt, dass es „böse“ gibt und „gut“, und was sie ausmacht, was sie unterscheidet.

Ich bin Licht und Liebe und ebenso bin ich auch Dunkel und Angst. Ich bin alles. Ich bin vollkommen. Ein Pol kann nicht sein ohne den anderen, verstehst du? Ich bin die Ursuppe, der Ozean des Lebens, aus dem das Potential zu allem und jedem geboren wird.

Betrachte dich selbst. Betrachte deine Fehler, deine negativen Eigenschaften, deine Hässlichkeit. Sieh genau hin, denn all das ist wundervoll. All das ist individueller Ausdruck einer gewaltigen Einheit, denn zu allem ist auch der Gegenpol vorhanden, wenn auch vielleicht nicht sichtbar. Und auch zum Schönen, Guten gibt es die "Kehrseite der Medaille", wie ihr sagt.

+ Ich habe so lange daran gearbeitet, ein richtig guter Mensch zu werden, besser als ich es war. Als Kind hab ich zuerst gedacht, ich wäre das Zentrum der Welt, das Wichtigste überhaupt. Dann hat die Welt mich gelehrt, dass ich viele Fehler habe und viele Fehler mache. Also habe ich versucht, diese Fehler zu überwinden und besser zu werden. Und nun soll das alles egal und umsonst sein?

* Das war wichtig, denn es hat dich bewusst gemacht. Du hast unterscheiden gelernt und jetzt kannst du alles wieder zusammenführen, und das mit einem ganz neuen, umfassenderen Bewusstsein. Du kannst jetzt in jedem Moment – oder in fast jedem Moment – entscheiden, wie du sein willst. Du bist bewusst und das ist es, worum es ging. Dabei hat sich ergeben, dass du dich dafür entscheidest, gut zu sein und es ist deine Wahl. Es st die Wahl des Lebens selbst, die Wahl der Liebe.

Du spürst, dass du überhaupt nicht getrennt von mir warst, dass ich in Wirklichkeit für dich nicht „du“ bin, sondern „ich“, doch das war lange Zeit nicht vorstellbar für dich. Nun bist du in gewisser Weise müde geworden, hast genug davon, Widerstand zu leisten, dich künstlich auf Abstand zu halten. Du bist jetzt bereit, die Weiblichkeit, die Göttin zu leben.

+ Das ist wahr. Ich möchte die Freude, die Liebe, die Schönheit und all das, was ich mag, einladen. Ich möchte meine Weichheit genießen und fließen lassen, nicht immer stark sein müssen, alles erkämpfen und erstreiten müssen.

* Das hat sowieso nicht funktioniert.

+ Nein, meistens nicht. Meist hat es mehr Kraft gekostet, als es gebracht hat.

* Das heißt nicht, zu erdulden, zu schweigen. Es heißt sehr wohl, dem Leben zu dienen.

Freitag, 25. April 2008

Lebst du schon... S.8: Wellness

Wellness


Der Wellness-Trend unterstützt uns dabei, unser Leben und unseren Körper zu spüren und Zugang zu uns selbst zu finden. Wundervoll, dass es nicht mehr verpönt ist, es sich gut gehen zu lassen! Das Angebot ist groß und es geht nicht mehr nur verbissen um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Gesundheit. Nun ist allgemein akzeptiert, dass wir genießen dürfen, dass es wichtig und sinnvoll ist, unseren Körper zu spüren und unsere Seele wahrzunehmen. Natürlich war sie immer beteiligt, aber doch eher im Verborgenen.

Massagen, Handauflage, Behandlungen mit heißen Steinen und Ähnliches können uns dabei helfen, uns selbst zu spüren. Unser Körper ist ein wunderbarer Mittler zwischen unseren sichtbaren und unsichtbaren Anteilen. Dabei ist er keine Einbahnstraße: Er verkörpert und bringt zum Ausdruck, wenn auch oft verschlüsselt, was sonst nicht zu sehen wäre und ermöglicht andersherum unserem Bewusstsein die Kontaktaufnahme zu diesen Aspekten.

Entscheidend ist, dass wir bereit und offen dafür sind, uns berühren zu lassen. Jeder Masseur hat schon erlebt, dass seinen Patienten während der Behandlung die Tränen kommen. Dessen muss sich niemand schämen. Es ist, im Gegenteil, ein Zeichen dafür, dass Heilung auf einer tieferen Ebene stattfindet und dass wir bereit dazu sind. Bei der Handauflage haben auch schon Männer begonnen zu weinen und ich verneige mich vor ihrem Mut und ihrer Offenheit.

Dies sind Gelegenheiten, die wir nutzen können. Wieder unterstützt und hilft uns der Atem. Es mag schon ausreichend sein, ein oder zwei Mal tief zu atmen, bevor ich mich in die Behandlung begebe. Wann immer ich währenddessen spüre, dass sich in mir Widerstand auftut, dass Energie nicht richtig fließt, kann ich die Wahl treffen, das mit einem bewussten tiefen Atemzug beim Ausatmen zu entlassen.

Warmes Wasser und alle Wasseranwendungen sind heilsam und können Energien mobilisieren, in Fluss bringen und uns mit unseren Gefühlen in Kontakt bringen. Mit einer Freundin im Spa im angenehm temperierten Wasserbecken zu plantschen und dabei über abwesende Frauen oder anwesende Männer, über Kinder und Schule, über Wirtschaft, Politik und die Welt zu sprechen, ist eine andere Art der Beschäftigung als die, die ich hier meine. Natürlich ist es wunderbar und wichtig, Gemeinschaft zu erleben und mit anderen zu kommunizieren, aber diese Form kennen und praktizieren wir ja meistens schon. Über die Verbindung mit dem Wasser und die Konzentration auf mich kann ich mich selbst tiefer erleben und spüren. Dabei muss es nicht das 5-Sterne-Spa sein, sondern die eigene Badewanne tut es genauso.

Wenn ich allein bin, kann ich mir selbst ein großartiges Geschenk machen: Ich kann mir meine ungeteilte und absolute Aufmerksamkeit schenken. Das ist möglicherweise auch das Wertvollste, was ich anderen Menschen schenken kann, doch oft vergessen wir, uns selbst zu beschenken.
(Fortsetzung folgt)

Samstag, 22. März 2008

Lebst du schon...S.7: Hindernisse

Hindernisse

Angenommen, du bist nun schon fortgeschritten in der Kunst der Selbstliebe. Es können sich dir trotzdem immer wieder ernsthafte Hindernisse in den Weg stellen. Schau in diesem Fall genau hin, d.h., spüre genau hin. Worin liegt die energetische Entsprechung für das, was hier geschieht? Geh davon aus, dass du es selbst kreiert hast, um dich auf etwas hinzuweisen, dem sich dein Bewusstsein noch verschließt. In den meisten Fällen handelt es sich um ein altes Programm oder eine Angst.

Beispiele für solche Hindernisse gibt es überall. Mein aktuelles Erlebnis hierzu ist beispielsweise, dass mein Auto, als ich es nach vier Tagen Abwesenheit starte und losfahren will, sich partout nicht von der Stelle bewegen will. Die Handbremse hatte sich in der feuchten Luft festgefressen. Kein großer Schaden war entstanden, aber ich saß zunächst einmal fest und musste meinen „Silberpfeil“ in die Werkstatt schleppen lassen. Das kann geschehen, muss aber nicht geschehen. Ich erklärte mich vor mir selbst bereit, die Verantwortung für das Geschehen zu übernehmen, betrachtete es als Wink mit dem Zaunpfahl und fragte mich, wodurch ich mich denn nun wohl gerade selbst blockierte, mich ausbremste. Besonders spaßig war das nicht und ich ging, ziemlich grummelig, aber dennoch, in mich. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf.

Hier war, wie so oft, die allererste Idee die richtige Inspiration. Das, was danach kommt, ist häufig das, was der Verstand sucht, ableitet, denkt, aber er ist nicht in der Lage, zugrunde liegende Gefühle zu ergründen und hier liegt der Hase im Pfeffer. Diese erste Inspiration ist ziemlich flüchtig und löst sich, wenn ich sie nicht beachte, schnell wieder auf. Ich muss also wachsam sein.

Diese Idee, die da blitzartig auftauchte, gefiel mir nicht wirklich. Ich hatte mir doch so ein schönes Ding in meiner Vorstellung erschaffen, einen höchst angenehmen Traum von mir in einer funktionierenden Beziehung, eine Arbeitsbeziehung in diesem Fall. Dabei hatte ich ein altes Muster wiederholt und mich, um meine heile Geschichte aufrecht zu erhalten, untergeordnet, meine Wahrheit nicht durchgesetzt, meine Wünsche zurückgestellt und war dabei, mich wieder einmal selbst völlig aufzugeben, wenn auch nur virtuell bisher. Diese Geschichte konnte auf diese Weise kein Happy End finden, denn ich war wieder bereit, aus meiner Mitte herauszugehen, mich aus meiner Eigenständigkeit und Souveränität heraus zu begeben. Es war bereits so weit, dass ich mich selbst nicht mehr vollständig fühlte. Nun hatte ich glücklicherweise selbst die Bremse eingelegt. Jetzt lecke ich ein wenig meine alten Wunden und entscheide: Schluss damit! Mein Wagen darf und soll rollen und ich lenke mein Leben, auch wenn ich mit anderen zusammenarbeite oder lebe.

Eine geliebte Freundin erschuf sich ein Hindernis, welches anders aussah. Sie bekam unvermutet Schmerzen im Arm, die nicht aufhören wollten und war kaum wirklich bewegungsfähig. Das zog sich über mehrere Tage hin, so dass sie das Programm, welches sie sich für diese Tage vorgenommen hatte, sowie ihr gesamtes Arbeitspensum ad acta legen musste. Meine Freundin beschloss, selbst die Verantwortung zu übernehmen. Sie ging in sich und befragte sich nach der Ursache des Schmerzzustandes. Die erste Idee, die auftauchte, war, dass es mit demThema Kontrolle und damit zusammenhing, alles allein schaffen zu wollen und zu müssen. Es wurde ihr schlichtweg zu viel, denn sie hatte sich gescheut, einen Teil der Verantwortung zu übertragen und abzugeben. Seit sie sich dessen bewusst geworden ist, gibt sie vertrauensvoll Verantwortung ab und ihre Schmerzen werden täglich weniger. Jetzt wird sie wieder mobil. (Fortsetzung folgt)

Mittwoch, 19. März 2008

Lebst du schon... S.6: Was hast du dir heute Gutes getan?

Was hast du dir heute Gutes getan?


Na, wie ist das mit deiner guten Tat für dich selbst? Hast du dich heute schon in irgendeiner Form liebevoll bedacht? Meinst du, durch das Lesen derartiger Texte stärkst du dein Selbstvertrauen, steigerst du dein Selbstwertgefühl, beginnst du, dich zu lieben, so wie du bist? Es gilt, hier nun tatsächlich aktiv zu werden. Gönne dir Freude, wende dich dir zu.

Hast du heute wieder vorwiegend an dir herumkritisiert oder hast du dich schon liebevoll umamt? Das ist kein Scherz. Kuthumi meint das ernst und es ist höchst wirksam. Nimm dich in die Arme, schenke dir Liebe, Geborgenheit, das Gefühl, dich bedingungslos gut zu finden. 3 x täglich sollte das schon sein, am Anfang öfter, wenn möglich, nicht als Körperübung, sondern mit echtem Empfinden. Vielleicht brauchst du ein bisschen, um das zu spüren. Sei geduldig mit dir und mach trotzdem weiter.

Ich will noch mal erinnern an das Kleidungsstück, das du bemalen kannst mit der Aufschrift „Ich liebe mich!“. Findest du das albern? Sagt dein Verstand, du sollst so etwas Blödes unterlassen? Klar, er wurde dazu erzogen, dich im Zaum zu halten, will, dass du dich innerhalb der üblichen Grenzen bewegst und dich nicht wirklich fühlst. Das ist ungewöhnlich, in der Tat. Du brauchst das T-Shirt ja niemandem zu zeigen. Stell dir vor, du beschriftest ein Kleidungsstück mit einer Liebesbotschaft an dich selbst. Regt sich Widerstand? Das wäre normal. Tu es trotzdem! Tu es für dich. Probier es aus. Und dann zieh es an.

Am Wochenende hab ich von Dr. Norma Delaney noch eine wunderbare Anregung erhalten: Singen. Sing ein Liebeslied für dich, dein Lieblingslied, oder halt einfach eins, das du kannst. Wichtig ist, dass du dich damit meinst. Am besten stellst du dich vor den Spiegel und beginnst aus vollem Leibe loszuschmettern. Klar? Es muss dich ja niemand hören, falls du das wieder für albern hältst oder meinst, du könntest nicht singen. Wenn du zu schüchtern bist, kannst du zu Anfang auch deine Pflanzen besingen und sie so mit Liebe überschütten. Das tut ihnen auch gut. Wenn du dann sicherer bist, singe für dich. Sing für dich ganz allein. Schau dir dabei in die Augen und in dein Herz. Du wirst dich wundern, was das bewirkt! Wenn dich deine Liebe so sehr berührt, dass dir die Tränen in die Augen steigen, so ist das in Ordnung. Auch dies bitte nicht nur einmal machen, sondern wann immer du die Gelegenheit hast.

Bei all dem, was du dir Gutes tust, natürlich nicht das Atmen vergessen. Atme tief in den Bauch hinein, dorthin, wo du wirklich Kontakt mit dir selbst hast, ganz locker, ganz entspannt.
Was fällt dir sonst noch ein? Was könntest du dir noch Gutes tun? Ich freue mich, wenn du weitere Ideen hast und sie mit mir und vielleicht auch anderen teilen möchtest. Du kannst einfach hier unten durch Anklicken von „Kommentar“ mit mir Kontakt aufnehmen. Ich biete auch immer wieder mal ein "Seminar der Selbstliebe" in meinem "Zentrum für Bewusstsein und Selbstheilung" an. Bei Interesse einfach eine Email schicken.
(Fortsetzung folgt)

Donnerstag, 13. März 2008

Lebst du schon... S.5: Zweifel

S.5: Zweifel


Zweifel sind besonders tückisch. Sobald sich ein kleiner Erfolg zeigt, im Außen etwas geschieht, was mich bestätigt, werde ich erst einmal misstrauisch, anstatt mich zu freuen. Ist das nicht merkwürdig? Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass das nicht so weiter geht, dass da ein Haken an der Sache sein muss, ich hab’s ja eh nicht verdient, andere, ja die können alles viel besser (Selbstmitleid)... – Und schon hab ich’s mir wieder selbst vermasselt, hab meine schöpferischen Energien eingesetzt, um mir zu schaden. Dabei wirkt der Zweifel auch ganz subtil, nicht unbedingt so plump, wie eben beschrieben. Er tarnt sich und versteckt sich hinter vernünftigen Argumenten. Er arbeitet mit unserem Denken zusammen, mit vermeintlichen Wahrscheinlichkeiten, verwertet Erfahrungen statistisch. Ja, und? Nichts ist unmöglich, wie gesagt. Jeden Morgen beginnt ein neuer Tag und derzeit stehen uns wirklich NEUE Energien zur Verfügung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

Was kann ich also tun, wenn der Zweifel mich quält? Atmen. Tief ein- und ausatmen. Ehrlich sein mir gegenüber. Verständnis haben für mich. Ich nehme mich selbst liebevoll und voller Mitgefühl in den Arm. Ich ermutige mich, als wäre ich mein eigenes Kind, das gerade dabei ist, das Fahrradfahren zu lernen und sich bei einem Sturz das Knie blutig geschlagen hat. Ich lerne hier gerade etwas Neues und das muss nicht beim ersten Anlauf klappen, aber ich bin dabei! „Grüß dich, Zweifel, ich hab dich wahrgenommen“. Ich zentriere mich im Jetzt, denn Angst habe ich nur, wenn ich mich in eine vermeintliche Zukunft ausdehne, ausgehend von Erfahrungen in der Vergangenheit. Ich bin im Jetzt und ganz bei mir und gehe weiter. Und ich atme...
(Fortsetzung folgt)

Ich hab übrigens eine Atemreise „Sag JA zu dir selbst“ im Stil der wundervollen amerikanischen Atemtherapeutin Dr. Norma Delaney, und mit ihrer Autorisierung, in deutscher Sprache aufgenommen, für diejenigen, die sich dieses Atmen nicht so recht vorstellen können und die nicht allein damit beginnen wollen. Bei Interesse können Sie mir schreiben, indem Sie einfach unter diesem Text „Kommentar“ anklicken. Ihr Kommentar ist nicht für andere zu lesen.