Ich bin in einer wundervollen Welt. Mein Partner ist bei mir. Alles ist silbrig und gleichzeitig sind viele schillernde Farben um uns. Dinge gibt es nicht. Aber uns gibt es. Wir haben einen Körper, aber der ist nicht wie unser physischer Körper. Wir können uns wahrnehmen, sehen und spüren, aber eben nicht körperlich wie wir es auf der Erde tun können. Wir halten uns an der Hand. Vor uns tut sich ein Tor auf. Wir schauen uns an und geben uns einen letzten Kuss. Nun gehen wir auf das Tor zu, Hand in Hand. Dann sind hindurch und auf der anderen Seite angekommen.
Nun haben wir uns aufgelöst. Unsere Körper gibt es nicht mehr, keine Form. Wie kann ich das beschreiben? Wir sind. Wir sind, aber können unser Sein nicht mehr definieren über die Dinge, die uns früher so sehr ausgemacht haben: Eigenschaften, ein Körper, Besonderheiten. Auch sind wir nicht mehr getrennt voneinander. Dich und mich gibt es nicht mehr. Wir sind Bewusstsein, einfach nur noch Bewusstsein,falls ich das so nennen kann, alles beinhaltendes Nichts. Keine Eigenheiten mehr. Es gibt keine Identität mehr in dem Sinne, wie wir es gewohnt waren. Wir sind all das, wohin wir "schauen", unsere Aufmerksamkeit richten. Wir erinnern uns an die Erde, an die Erfahrungen, Gefühle, das Spüren und Wahrnehmen mit dem Körper. Oh, wir lieben die Erde so sehr! Es war wunderbar, großartig, einmalig. Und es ist jetzt vorbei. Jetzt ist es auch gut, natürlich. Einssein, Grenzenlosigkeit, Freiheit, Zeitlosigkeit...
Samstag, 13. Dezember 2008
Plädoyer für die Leidenschaft
Plädoyer für die Leidenschaft
Dieses Wort „Leidenschaft“ hat es in sich. Etwas, das Leiden schafft, nein, das will ich natürlich nicht. Und doch gibt es in diesem Zusammenhang etwas, das mein Leben mit größerer Lebensfreude erfüllt und mit mehr Sinnhaftigkeit, und das ist eben die so genannte „Leidenschaft“.
Warum gibt es eigentlich in unserer Sprache kein positiv besetztes Wort für diesen Inhalt? Benutze ich das lateinische „Passion“, denke ich ebenfalls an das Leiden, vor allem an die Leiden Christi. Und doch spüre ich, dass es etwas ganz Bedeutendes auf sich hat mit der „Leidenschaft“. Hier ruht ein Schatz, den es sich zu heben lohnt. Mit „Leidenschaft“ möchte ich eine innere Kraft, eine Qualität des Erlebens und Seins bezeichnen, die zum Ausdruck kommt als gelebte Freude, als Engagement, als Enthusiasmus. Wenn ich mit Leib und Seele bei einer Sache bin, sie mit ganzem Herzen tue, bin ich leidenschaftlich.
Keine Angst mehr vor der Leidenschaft, vor diesem Wort. Oder ich könnte einfach ein anderes Wort benutzen, wie z.B. „Freudenschaft“. Das erinnert vielleicht ein bisschen an „Freudenhaus“. Dort wird möglicherweise tatsächlich oft eher die „Leidenschaft“ gelebt, als die „Freudenschaft“, um die es mir hier geht.
Erfahren habe ich, dass mir alles Tun viel mehr Freude macht, wenn ich mit Engagement und ganzem Herzen dabei bin. Natürlich gibt es manches, was mir wenig oder gar keinen Spaß macht, z.B. die Steuererklärung zu verfassen oder das Klo zu putzen. Es gibt aber Menschen, die gern und mit Freude das tun, was ich nicht so mag. Vielleicht können wir uns hier gegenseitig ergänzen und austauschen? Das tun wir ja schon in vielen Fällen. „Ich kann mir aber keine Putzhilfe leisten“, höre ich. Ok. Mittlerweile gibt es schon vielerorts diese Tauschringe, wo einer die Arbeit, die er nicht tun kann oder mag, an jemand anderen abgibt und dafür etwas für jenen tut, was dieser wiederum nicht leisten kann oder möchte. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass wir uns aus unserem Schneckenhaus heraus bewegen und in Kontakt miteinander treten. Und vorher muss ich mir auch noch darüber klar werden, welche Tätigkeiten ich mag und kann, und welche mir nicht so liegen. Wie ein Roboter erledige ich ja manchmal Dinge, ohne mir Gedanken zu machen, ob sie überhaupt, oder auf diese Weise erforderlich sind. Es gibt Erwachsene, die haben nicht mal ein Bügelbrett, und ich verbringe Stunden dahinter! Dabei kenne ich eine Frau, die leidenschaftlich gern bügelt. Vielleicht frag ich sie ja mal?
Eine andere Möglichkeit ist, langweilige Dinge nach einem neuen Rezept (neues Kochbuch), mit einem neuen Verfahren (mal Dampfgaren), einem neuen Hilfsmittel (besserer Fensterwischer) oder unter Einsatz der Fantasie neu zu gestalten.
Und es gibt die Leidenschaft. Jede Handlung, die ich mit neuer Liebe und bewusster Hingabe ausführe, gewinnt für mich an Wert. Und wenn ich mit Freude und Engagement sauber mache, z.B., wenn ich mit Leib und Seele dabei bin, wenn es mir gelingt, mit Leidenschaft darin aufzugehen, dann empfinde ich Freude, Freude über die Aufgabe, Freude am Tun und Freude am Ergebnis. Das ist „Freudenschaft“, das ist Liebe.
Ich lasse mir nicht länger weismachen, dass „Leidenschaft“ schlecht oder gefährlich ist, denn ich weiß, dass ich mir durch ein leidenschaftliches Leben Freude, Erfüllung und Befriedigung erschaffe, und Leiden, Stress, schlechte Laune vermindere. Wenn ich mehr und mehr Dinge in meinem Leben mit „Freudenschaft“, mit Hingabe und Freude tue, erfahre ich mehr Erfüllung, d.h. ich empfinde mein Leben als schöner und leichter. Und wenn ich noch bewusster werde, noch mehr in mich hinein schaue, dann können sich für mich noch ganz neue Dimensionen meiner „Leidenschaft“, bzw. „Freudenschaft“ auftun.
Dieses Wort „Leidenschaft“ hat es in sich. Etwas, das Leiden schafft, nein, das will ich natürlich nicht. Und doch gibt es in diesem Zusammenhang etwas, das mein Leben mit größerer Lebensfreude erfüllt und mit mehr Sinnhaftigkeit, und das ist eben die so genannte „Leidenschaft“.
Warum gibt es eigentlich in unserer Sprache kein positiv besetztes Wort für diesen Inhalt? Benutze ich das lateinische „Passion“, denke ich ebenfalls an das Leiden, vor allem an die Leiden Christi. Und doch spüre ich, dass es etwas ganz Bedeutendes auf sich hat mit der „Leidenschaft“. Hier ruht ein Schatz, den es sich zu heben lohnt. Mit „Leidenschaft“ möchte ich eine innere Kraft, eine Qualität des Erlebens und Seins bezeichnen, die zum Ausdruck kommt als gelebte Freude, als Engagement, als Enthusiasmus. Wenn ich mit Leib und Seele bei einer Sache bin, sie mit ganzem Herzen tue, bin ich leidenschaftlich.
Erfahren habe ich, dass mir alles Tun viel mehr Freude macht, wenn ich mit Engagement und ganzem Herzen dabei bin. Natürlich gibt es manches, was mir wenig oder gar keinen Spaß macht, z.B. die Steuererklärung zu verfassen oder das Klo zu putzen. Es gibt aber Menschen, die gern und mit Freude das tun, was ich nicht so mag. Vielleicht können wir uns hier gegenseitig ergänzen und austauschen? Das tun wir ja schon in vielen Fällen. „Ich kann mir aber keine Putzhilfe leisten“, höre ich. Ok. Mittlerweile gibt es schon vielerorts diese Tauschringe, wo einer die Arbeit, die er nicht tun kann oder mag, an jemand anderen abgibt und dafür etwas für jenen tut, was dieser wiederum nicht leisten kann oder möchte. Hierzu ist es allerdings erforderlich, dass wir uns aus unserem Schneckenhaus heraus bewegen und in Kontakt miteinander treten. Und vorher muss ich mir auch noch darüber klar werden, welche Tätigkeiten ich mag und kann, und welche mir nicht so liegen. Wie ein Roboter erledige ich ja manchmal Dinge, ohne mir Gedanken zu machen, ob sie überhaupt, oder auf diese Weise erforderlich sind. Es gibt Erwachsene, die haben nicht mal ein Bügelbrett, und ich verbringe Stunden dahinter! Dabei kenne ich eine Frau, die leidenschaftlich gern bügelt. Vielleicht frag ich sie ja mal?
Eine andere Möglichkeit ist, langweilige Dinge nach einem neuen Rezept (neues Kochbuch), mit einem neuen Verfahren (mal Dampfgaren), einem neuen Hilfsmittel (besserer Fensterwischer) oder unter Einsatz der Fantasie neu zu gestalten.
Und es gibt die Leidenschaft. Jede Handlung, die ich mit neuer Liebe und bewusster Hingabe ausführe, gewinnt für mich an Wert. Und wenn ich mit Freude und Engagement sauber mache, z.B., wenn ich mit Leib und Seele dabei bin, wenn es mir gelingt, mit Leidenschaft darin aufzugehen, dann empfinde ich Freude, Freude über die Aufgabe, Freude am Tun und Freude am Ergebnis. Das ist „Freudenschaft“, das ist Liebe.
Ich lasse mir nicht länger weismachen, dass „Leidenschaft“ schlecht oder gefährlich ist, denn ich weiß, dass ich mir durch ein leidenschaftliches Leben Freude, Erfüllung und Befriedigung erschaffe, und Leiden, Stress, schlechte Laune vermindere. Wenn ich mehr und mehr Dinge in meinem Leben mit „Freudenschaft“, mit Hingabe und Freude tue, erfahre ich mehr Erfüllung, d.h. ich empfinde mein Leben als schöner und leichter. Und wenn ich noch bewusster werde, noch mehr in mich hinein schaue, dann können sich für mich noch ganz neue Dimensionen meiner „Leidenschaft“, bzw. „Freudenschaft“ auftun.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Die Neue Welt -1-
Abendstimmung. Hämatit. Übergang ins Neue Licht.
Äonen lang haben wir gewartet auf diese Zeit. Nun werden wir hinüber schreiten, ganz lässig, voll bewusst und mit Frieden und Freude im Herzen. Wohin wir uns begeben? In die Neue Welt, so ganz genau wissen wir es auch noch nicht. Immer wieder haben sich schon Menschen aufgemacht, um die Neue Welt zu entdecken. Wir haben die Überfahrt erlebt mit all ihren Herausforderungen und in ihrer ganzer Schönheit, kennen Flaute und Orkan, Sonnenhitze und Dauerregen.
Jetzt setzen wir den Fuß auf das wirklich neue Land, mutig und gespannt, voll Freude und Erwartung. Wie wird es sich wohl anfühlen? Hm, es scheint nicht so fest zu sein, dieses Land, diese Erde, auf die wir treten. Sie gibt ein wenig nach, schwingt mit. Das ist angenehm, nur ein bisschen ungewohnt, vergleichbar vielleicht mit dem Gehen auf einer Fläche sehr weichen Mooses im Wald.
Eine ganze Gruppe sind wir, die wir hier gemeinsam Neuland betreten. Federnden Schrittes gehen wir langsam vom Ufer aus, wo wir angelegt haben, ein Stück weit ins Land hinein. Es gibt Land und Himmel. Es gibt Pflanzen, Bäume, Gras, Blumen und die Sonne. Doch alles scheint hier ein bisschen zu vibrieren, in Bewegung zu sein und zu schimmern. Fast wird mir ein wenig schwindlig. Wenn wir uns gegenseitig betrachten, so nehmen wir uns anders wahr als zuvor. Unsere Umrisse sind nicht so deutlich zu sehen, scheinen nicht genau definiert zu sein. Von jedem von uns – und allem, was es hier gibt – scheint eine Art Leuchten auszugehen und wir sind - wie alles, was wir um uns herum sehen - irgendwie ganz leicht in Bewegung, nicht so hundertprozentig fest, wie wir das kennen.
Wenn ich schneller gehe, fühlt es sich fast an, als würde ich einige Schritte in der Luft tun, mich ein paar Millimeter über dem Erdboden bewegen. Ist das überhaupt der Erdboden? Oh ja, bestimmt. Aber diese Erde hier ist ein klein wenig anders, scheinbar. Bewegung ist in der Luft und in allen Dingen. Alles, was sicht- und fühlbar ist, auch unsere Körper, fließen ein bisschen. Ich kann alles anfassen, den Baum mit seiner Rinde und den Felsen. Der Stein ist hart und doch scheint er ein klein wenig nachzugeben, wenn ich ihn berühre. Er hat eine feste Oberfläche und trotzdem hab ich das Gefühl, meine Hand würde in den Stein hinein gleiten und irgendwann darin verschwinden, wenn ich nur ein bisschen mehr Druck ausübte. Das ist neu! Erschrocken ziehe ich meine Hand zurück und der Stein lacht. Der Stein lacht? Die anderen haben ähnliche Erlebnisse.
Diese wunderschöne Mitreisende neben mir hat sich gebückt und die Blume dort berührt und die Blume hat sich ihr zugewandt. Nicht besonders groß ist die Pflanze, doch die Blüte ist von einer ganz außerordentlichen Leuchtkraft. Die Farbe changiert, ähnlich wie ich es vom Perlmutt kenne, ist aber in ihrer Farbigkeit sehr kräftig. Diese Farben kann ich gar nicht beschreiben.
Ein großer Vogel kreist ein paar Mal über unseren Köpfen. Sein Ruf bedeutet uns „Willkommen“ und er lässt sich auf der Kuppe gleich da vorne nieder. Das dunkle Gefieder schillert und sieht aus, als würde es vibrieren, wie alles hier. Ungewöhnlich ist auch, wie direkt der Vogel mit uns Kontakt aufnimmt und uns studiert, so hat es den Anschein. Alles hier ist tatsächlich anders, auch wenn sich das erst auf den zweiten Blick offenbart.
Was tun wir jetzt? Diese Expedition ist spannend und doch völlig ohne Gefahr. Wir verständigen uns ohne Worte, direkt über unsere Gedanken, aber ich bin sicher, wir könnten auch sprechen. Unsere Reise in die Neue Welt entfaltet und gestaltet sich mit jedem Schritt neu. Ich fühle mich wie ein Kind in einem Zauberland. Noch hab ich keine Ahnung, wie die Dinge hier funktionieren. Es ist ein wunderschönes Spiel, voll Leichtigkeit und Intensität.
Äonen lang haben wir gewartet auf diese Zeit. Nun werden wir hinüber schreiten, ganz lässig, voll bewusst und mit Frieden und Freude im Herzen. Wohin wir uns begeben? In die Neue Welt, so ganz genau wissen wir es auch noch nicht. Immer wieder haben sich schon Menschen aufgemacht, um die Neue Welt zu entdecken. Wir haben die Überfahrt erlebt mit all ihren Herausforderungen und in ihrer ganzer Schönheit, kennen Flaute und Orkan, Sonnenhitze und Dauerregen.
Jetzt setzen wir den Fuß auf das wirklich neue Land, mutig und gespannt, voll Freude und Erwartung. Wie wird es sich wohl anfühlen? Hm, es scheint nicht so fest zu sein, dieses Land, diese Erde, auf die wir treten. Sie gibt ein wenig nach, schwingt mit. Das ist angenehm, nur ein bisschen ungewohnt, vergleichbar vielleicht mit dem Gehen auf einer Fläche sehr weichen Mooses im Wald.
Eine ganze Gruppe sind wir, die wir hier gemeinsam Neuland betreten. Federnden Schrittes gehen wir langsam vom Ufer aus, wo wir angelegt haben, ein Stück weit ins Land hinein. Es gibt Land und Himmel. Es gibt Pflanzen, Bäume, Gras, Blumen und die Sonne. Doch alles scheint hier ein bisschen zu vibrieren, in Bewegung zu sein und zu schimmern. Fast wird mir ein wenig schwindlig. Wenn wir uns gegenseitig betrachten, so nehmen wir uns anders wahr als zuvor. Unsere Umrisse sind nicht so deutlich zu sehen, scheinen nicht genau definiert zu sein. Von jedem von uns – und allem, was es hier gibt – scheint eine Art Leuchten auszugehen und wir sind - wie alles, was wir um uns herum sehen - irgendwie ganz leicht in Bewegung, nicht so hundertprozentig fest, wie wir das kennen.
Wenn ich schneller gehe, fühlt es sich fast an, als würde ich einige Schritte in der Luft tun, mich ein paar Millimeter über dem Erdboden bewegen. Ist das überhaupt der Erdboden? Oh ja, bestimmt. Aber diese Erde hier ist ein klein wenig anders, scheinbar. Bewegung ist in der Luft und in allen Dingen. Alles, was sicht- und fühlbar ist, auch unsere Körper, fließen ein bisschen. Ich kann alles anfassen, den Baum mit seiner Rinde und den Felsen. Der Stein ist hart und doch scheint er ein klein wenig nachzugeben, wenn ich ihn berühre. Er hat eine feste Oberfläche und trotzdem hab ich das Gefühl, meine Hand würde in den Stein hinein gleiten und irgendwann darin verschwinden, wenn ich nur ein bisschen mehr Druck ausübte. Das ist neu! Erschrocken ziehe ich meine Hand zurück und der Stein lacht. Der Stein lacht? Die anderen haben ähnliche Erlebnisse.
Diese wunderschöne Mitreisende neben mir hat sich gebückt und die Blume dort berührt und die Blume hat sich ihr zugewandt. Nicht besonders groß ist die Pflanze, doch die Blüte ist von einer ganz außerordentlichen Leuchtkraft. Die Farbe changiert, ähnlich wie ich es vom Perlmutt kenne, ist aber in ihrer Farbigkeit sehr kräftig. Diese Farben kann ich gar nicht beschreiben.
Ein großer Vogel kreist ein paar Mal über unseren Köpfen. Sein Ruf bedeutet uns „Willkommen“ und er lässt sich auf der Kuppe gleich da vorne nieder. Das dunkle Gefieder schillert und sieht aus, als würde es vibrieren, wie alles hier. Ungewöhnlich ist auch, wie direkt der Vogel mit uns Kontakt aufnimmt und uns studiert, so hat es den Anschein. Alles hier ist tatsächlich anders, auch wenn sich das erst auf den zweiten Blick offenbart.
Was tun wir jetzt? Diese Expedition ist spannend und doch völlig ohne Gefahr. Wir verständigen uns ohne Worte, direkt über unsere Gedanken, aber ich bin sicher, wir könnten auch sprechen. Unsere Reise in die Neue Welt entfaltet und gestaltet sich mit jedem Schritt neu. Ich fühle mich wie ein Kind in einem Zauberland. Noch hab ich keine Ahnung, wie die Dinge hier funktionieren. Es ist ein wunderschönes Spiel, voll Leichtigkeit und Intensität.
Samstag, 29. November 2008
Angekommen
Auf einmal ist mir bewusst geworden, dass ich mein Leben häufig aus der Position des Beobachters heraus lebe. Was heißt das? Ich beobachte, wie von außen, mich und alles, was sich so tut bei mir. Dabei wahre ich eine gewisse Distanz, ich nehme zwar Teil, ich nehme Anteil, aber ich bin nicht hundertprozentig Ich. Es besteht ein Unterschied zwischen mir, die ich lebe, und mir, die ich mir dabei zuschaue. Es besteht ein Verhältnis Subjekt-Objekt und Objekt-Subjekt, also eine Trennung. Ich bin nicht ganz eins mit mir selbst.
Wie ist es, wenn ich mich ganz in mich hinein ziehe – wobei nicht klar ist, ob ich Beobachterin mich Lebende in mich hinein ziehe, oder ich Lebende mich Beobachterin in mich aufnehme? Was ich nun tue: Ich Lebende wende mich um zu mir Beobachterin, zum ersten Mal wirklich! In welche Richtung ich mich wende, kann ich nicht ausmachen, nach unten, nach oben, nach innen, nach außen? Ich weiß ganz sicher, dass ich eine bewusste Kehrtwendung mache. Diese beiden Teile, dich ich wohl irgendwann einmal voneinander getrennt haben muss, ziehen sich nun an - mit Macht, in Liebe. Ich Beobachterin öffne die Arme für mich Lebende.
Im Körper fühlt sich das an wie ein „Plumps“: Gelandet. Und es ist ganz erstaunlich. Nun fühle ich Beobachterin mich nicht mehr außen vor, bin mit dem Leben auf Augenhöhe, sozusagen. Das ist toll! Ich spüre. Das ist schön, das hab ich mir immer gewünscht. Ich freue mich. Emotion entlädt sich in ein paar Tränen. Kann das jetzt so bleiben?
Um dies hier beschreiben zu können, muss ich wieder eine gewisse Distanz zu mir einnehmen, aber trotzdem ist es anders jetzt. Es ist jetzt mein Ausdruck, aus meiner Gesamtheit. Es gibt kein oben und unten mehr, kein passives Beobachten. Ich handle und beobachte aus mir heraus, direkt aus meinem Bauch heraus, wo ich mich niedergelassen habe.
Das erinnert mich daran, dass ein geliebter geistiger Lehrer uns einmal sagte: „Was in deinem Leben fehlt, bist DU.“
Wie ist es, wenn ich mich ganz in mich hinein ziehe – wobei nicht klar ist, ob ich Beobachterin mich Lebende in mich hinein ziehe, oder ich Lebende mich Beobachterin in mich aufnehme? Was ich nun tue: Ich Lebende wende mich um zu mir Beobachterin, zum ersten Mal wirklich! In welche Richtung ich mich wende, kann ich nicht ausmachen, nach unten, nach oben, nach innen, nach außen? Ich weiß ganz sicher, dass ich eine bewusste Kehrtwendung mache. Diese beiden Teile, dich ich wohl irgendwann einmal voneinander getrennt haben muss, ziehen sich nun an - mit Macht, in Liebe. Ich Beobachterin öffne die Arme für mich Lebende.
Im Körper fühlt sich das an wie ein „Plumps“: Gelandet. Und es ist ganz erstaunlich. Nun fühle ich Beobachterin mich nicht mehr außen vor, bin mit dem Leben auf Augenhöhe, sozusagen. Das ist toll! Ich spüre. Das ist schön, das hab ich mir immer gewünscht. Ich freue mich. Emotion entlädt sich in ein paar Tränen. Kann das jetzt so bleiben?
Um dies hier beschreiben zu können, muss ich wieder eine gewisse Distanz zu mir einnehmen, aber trotzdem ist es anders jetzt. Es ist jetzt mein Ausdruck, aus meiner Gesamtheit. Es gibt kein oben und unten mehr, kein passives Beobachten. Ich handle und beobachte aus mir heraus, direkt aus meinem Bauch heraus, wo ich mich niedergelassen habe.
Das erinnert mich daran, dass ein geliebter geistiger Lehrer uns einmal sagte: „Was in deinem Leben fehlt, bist DU.“
Freitag, 21. November 2008
Zwei Träume „unter dem Eis“ 2. Das Böse unter dem Eis
Ich unternehme einen Spaziergang. Es ist Winter und ich gehe auf dem Eis eines gefrorenen Sees herum. Nun sehe ich dort vorne ein Loch im Eis und eine Hand reckt sich da heraus. Ist da jemand dabei, zu ertrinken? Ich laufe schnell zu der Stelle, lege mich flach auf das Eis. Die Hand, die gerade wieder hoch gekommen ist, ergreife ich. Ich ziehe daran und plötzlich spricht die Hand zu mir.
„Jetzt hab ich dich endlich! Ich wusste, du würdest mir nicht entkommen, ha! Nun ziehe ich dich herab und du wirst mit mir untergehen.“
Nein. Nein, das werde ich nicht tun. Ich werde mich nicht dem Bösen ergeben. Die Hand umklammert meine. Ich kann mich nicht lösen. Die Hand sagt nun höhnisch: „Hack dir doch einfach die Hand ab, dann bist du frei.“
Nein. Nein, das werde ich nicht tun. Ich will gesund und unversehrt und komplett aus dieser Geschichte hier heraus kommen. Mit aller Kraft ziehe ich an der Hand. Auf einmal kann ich den Widerstand überwinden und das, woran ich gezogen habe, liegt vor mir auf dem Eis. Es ist ein widerliches, ekelhaftes, hässliches, böses Ding. Die Hand ist überdimensional groß für dieses kleine Etwas, ein bisschen wie bei den Winkerkrabben sieht das aus, die eine einzelne Riesenschere haben und einen kleinen Körper. So imposant ist das Ding jetzt nicht mehr. Es sitzt da und fixiert mich. Es wird jetzt bei mir bleiben, lässt es mich telepathisch wissen, für alle Ewigkeit.
Nein, auch das will ich nicht. Wie kann ich es loswerden? Mir kommt die Idee, ich könnte ihm meinen Atem schicken, mich ganz in mir zentrieren und aus dem Mittelpunkt meines Seins und meiner Liebe heraus, diesem Ding meinen Atem schicken. Das tue ich also. Es vergehen Ewigkeiten. Da bemerke ich endlich eine Veränderung. Das Ding scheint zu vertrocknen in meiner Atemluft, es schrumpft und schrumpelt.
Vielleicht kann ich es jetzt verbrennen, so trocken, wie es ist? Ich entzünde ein Feuer und werfe es hinein. Beim Auflodern der Flammen sehe ich, wie dieses Ding, seine Idee, sozusagen, herausflattert aus dem Feuer und sich wieder neben mir niederlässt. Es hat seine Form verändert, ist aber noch genauso präsent. Hat nicht geklappt. Ich mache also das mit dem Atem weiter. Aus meinem Zentrum heraus atme ich auf das Ding. Mittlerweile bin ich müde geworden und schläfrig. „Wir machen morgen früh weiter. Ich schlafe jetzt. Beweg dich nicht von der Stelle!“ sag ich zu dem Ding.
Am nächsten Morgen (im Traum) erwache ich früh und das Ding ist tatsächlich noch da. Ich bin ganz sicher, dass das nicht so bleiben muss, und, da mir nichts anderes einfällt, mache ich weiter mit dem Atmen. Das Ding hat sich optisch wieder verändert und hat nun die Form eines Gefäßes angenommen. Ganz bewusst zentriere ich mich, gehe in den Kern meines Wesens, der reine Liebe ist, und atme von hier aus zu dem Ding hin. Ich bin ein wenig überrascht: Es nimmt meinen Atem auf. Wieder vergehen Ewigkeiten.
Plötzlich, ich schaue genau hin, beginnt das Ding zu weinen. Tränen kullern herab. Und dann irgendwann, ja, tatsächlich, beginnt es, zu schmelzen. Ganz langsam löst es sich auf in seinen eigenen Tränen. Das Ding wird immer kleiner. Am Ende ist da nur noch ein kleines Tränen-Pfützchen und diese verdunstet sehr schnell. Das war’s. Das schreckliche, widerwärtige, abgrundtief böse Ding war Angst und Schmerz und meine Liebe hat es erlöst. Das ist ja ein bisschen wie im Märchen! Oder vielleicht sind die Märchen wie unser Leben?
„Jetzt hab ich dich endlich! Ich wusste, du würdest mir nicht entkommen, ha! Nun ziehe ich dich herab und du wirst mit mir untergehen.“
Nein. Nein, das werde ich nicht tun. Ich werde mich nicht dem Bösen ergeben. Die Hand umklammert meine. Ich kann mich nicht lösen. Die Hand sagt nun höhnisch: „Hack dir doch einfach die Hand ab, dann bist du frei.“
Nein. Nein, das werde ich nicht tun. Ich will gesund und unversehrt und komplett aus dieser Geschichte hier heraus kommen. Mit aller Kraft ziehe ich an der Hand. Auf einmal kann ich den Widerstand überwinden und das, woran ich gezogen habe, liegt vor mir auf dem Eis. Es ist ein widerliches, ekelhaftes, hässliches, böses Ding. Die Hand ist überdimensional groß für dieses kleine Etwas, ein bisschen wie bei den Winkerkrabben sieht das aus, die eine einzelne Riesenschere haben und einen kleinen Körper. So imposant ist das Ding jetzt nicht mehr. Es sitzt da und fixiert mich. Es wird jetzt bei mir bleiben, lässt es mich telepathisch wissen, für alle Ewigkeit.
Nein, auch das will ich nicht. Wie kann ich es loswerden? Mir kommt die Idee, ich könnte ihm meinen Atem schicken, mich ganz in mir zentrieren und aus dem Mittelpunkt meines Seins und meiner Liebe heraus, diesem Ding meinen Atem schicken. Das tue ich also. Es vergehen Ewigkeiten. Da bemerke ich endlich eine Veränderung. Das Ding scheint zu vertrocknen in meiner Atemluft, es schrumpft und schrumpelt.
Vielleicht kann ich es jetzt verbrennen, so trocken, wie es ist? Ich entzünde ein Feuer und werfe es hinein. Beim Auflodern der Flammen sehe ich, wie dieses Ding, seine Idee, sozusagen, herausflattert aus dem Feuer und sich wieder neben mir niederlässt. Es hat seine Form verändert, ist aber noch genauso präsent. Hat nicht geklappt. Ich mache also das mit dem Atem weiter. Aus meinem Zentrum heraus atme ich auf das Ding. Mittlerweile bin ich müde geworden und schläfrig. „Wir machen morgen früh weiter. Ich schlafe jetzt. Beweg dich nicht von der Stelle!“ sag ich zu dem Ding.
Am nächsten Morgen (im Traum) erwache ich früh und das Ding ist tatsächlich noch da. Ich bin ganz sicher, dass das nicht so bleiben muss, und, da mir nichts anderes einfällt, mache ich weiter mit dem Atmen. Das Ding hat sich optisch wieder verändert und hat nun die Form eines Gefäßes angenommen. Ganz bewusst zentriere ich mich, gehe in den Kern meines Wesens, der reine Liebe ist, und atme von hier aus zu dem Ding hin. Ich bin ein wenig überrascht: Es nimmt meinen Atem auf. Wieder vergehen Ewigkeiten.
Plötzlich, ich schaue genau hin, beginnt das Ding zu weinen. Tränen kullern herab. Und dann irgendwann, ja, tatsächlich, beginnt es, zu schmelzen. Ganz langsam löst es sich auf in seinen eigenen Tränen. Das Ding wird immer kleiner. Am Ende ist da nur noch ein kleines Tränen-Pfützchen und diese verdunstet sehr schnell. Das war’s. Das schreckliche, widerwärtige, abgrundtief böse Ding war Angst und Schmerz und meine Liebe hat es erlöst. Das ist ja ein bisschen wie im Märchen! Oder vielleicht sind die Märchen wie unser Leben?
Zwei Träume „auf dem „Eis“: 1. Abschied
Ich befinde mich auf einem Spaziergang. Es ist Winter und ich gehe auf einem gefrorenen See herum. Nun sehe ich dort vorne ein Loch im Eis und eine Hand reckt sich da heraus. Ist da jemand dabei, zu ertrinken? Ich laufe schnell zu der Stelle, lege mich flach auf das Eis und ergreife die Hand, die gerade wieder hoch gekommen ist. Ich ziehe daran und auf einmal bin ich als die Person im Wasser zu erkennen. Wir sprechen miteinander. Oh Gott, wie kann ich mich retten? Ich habe keine Möglichkeit, kann mich, diesen Teil von mir im Wasser, nicht retten, denn ich habe keine Leiter, kein Hilfsgerät. Hilfe zu holen, würde zu lange dauern. Ich ringe mit mir, ob ich trotzdem einfach weggehen will? Es hilft nichts. Ich liebe mich so sehr und bin ratlos in dieser Ausweglosigkeit.
Die Zeit scheint still zu stehen und gleichzeitig weiß ich, dass ich blitzschnell handeln muss, denn in diesem eisigen Wasser werde ich in wenigen Sekunden tot sein.
Ich fasse mir ein Herz und beginne unter Tränen mit mir zu sprechen: „Ich halte deine Hand, so lange du mich brauchen kannst. Du wirst jetzt sterben und ich kann dich nicht retten, denn ich schaffe es nicht, dich heraus zu ziehen und du hast nicht mehr die Kraft mitzuhelfen. Ich bin bei dir. Ich sage dir, was ich weiß über das Sterben. Gehe ins Licht hinein und hab keine Angst. Ich segne dich.“ Ich schaue mir in die Augen, bis das Leben weicht und ich im Wasser versinke. Abschied.
Die Zeit scheint still zu stehen und gleichzeitig weiß ich, dass ich blitzschnell handeln muss, denn in diesem eisigen Wasser werde ich in wenigen Sekunden tot sein.
Ich fasse mir ein Herz und beginne unter Tränen mit mir zu sprechen: „Ich halte deine Hand, so lange du mich brauchen kannst. Du wirst jetzt sterben und ich kann dich nicht retten, denn ich schaffe es nicht, dich heraus zu ziehen und du hast nicht mehr die Kraft mitzuhelfen. Ich bin bei dir. Ich sage dir, was ich weiß über das Sterben. Gehe ins Licht hinein und hab keine Angst. Ich segne dich.“ Ich schaue mir in die Augen, bis das Leben weicht und ich im Wasser versinke. Abschied.
Donnerstag, 6. November 2008
Die Zeit löst sich auf...?
Mein Zeit- und Realitätsempfinden ist gerade völlig anders, als noch vor 2 Monaten. Ich hab oft fast das Gefühl, als ob die Zeit sich aufgelöst hätte. Auf einmal ist der Tag vorbei und ich fühle mich immer noch gleich wie am Morgen, natürlich bin ich müde oder hungrig, aber es ist alles gleich und eins und es ist egal, was ich tue. Ich arbeite beispielsweise, es ist schwierig oder langweilig oder es ist sonst irgendwie. Oder ich hab frei und gehe durch die Stadt, mache Besorgungen, und es ist wieder das Gleiche. Ich erlebe den Moment, der jetzt gerade ist, und der ist absolut zeitlos. Gewahrsein, wirklich präsent sein - Ist es das, was sich so anfühlt? Es gibt kein Vorher und kein Nachher, obwohl ich ja weiß, dass sich in vielen Fällen eins aus dem anderen ergibt. Alles ist irgendwie gleich und es ist nicht mehr so wichtig, was gerade ist. Natürlich gibt es schöne Erlebnisse, Freude und Spaß, oder Unangenehmes, Dinge, die nicht klappen, Kopfschmerzen oder anderes Nervige, aber ich nehme all das ein bisschen anders wahr. Es wirkt nicht mehr ganz so real- oder wichtig. Ich bin gelassener als vor ein paar Wochen, und mit einem tiefen Atemzug bin ich wieder bei mir, auch wenn ich aufgrund eines äußeren Anlasses gerade mal „außer mir“ war. Interessant, das zu beobachten! Ja, ich beobachte.
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